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oder Wie Kekse, Karnevalsvereine und Krisenstäbe dir das Sahnehäubchen aufsetzen

Du gießt frischen Kaffee in die Thermoskannen auf dem großen Tisch im Gruppenraum und kontrollierst die Anzahl der Namensschildchen, die dort bereitliegen.

Zufrieden blickst du auf die liebevoll arrangierten Sitzgruppen die frischen Blumen in Vasen dazwischen, die großzügig gefüllten Keksteller.

Über der Eingangstür hängt stolz das Banner, das du und der Rest des Teams gestern Nacht eigenhändig gemalt habt: Support-Group für postnatale PTBS.

Die ersten Teilnehmer kommen an, du nimmst Mäntel ab, machst Smalltalk, schüttelst Hände und umarmst bekannte Gesichter. Die Thermoskannen werden herumgereicht, es wird gelacht und mit Tassen geklappert.

Die Sitzung ist lang, die Gespräche intensiv.

Sandra wirkt viel fröhlicher als noch letzte Woche.

Kerstin kann von einem großen Erfolg berichten.

Nina hat einen schlechten Tag.

Die anderen geben ihr Ratschläge, machen Mut und reichen stumm die Kekse rüber. Du erzählst davon, wie es bei dir in den ersten Monaten damals war.

Bevor sie gehen, bedanken sich alle bei dir. Dich freut das, natürlich.

Doch der Grund, warum dir so Leicht und Weit zumute ist, als du die schmutzigen Tassen in den Geschirrspüler einräumst, ist nicht die Dankbarkeit, die die Frauen dir entgegenbringen.

Sondern ihr gelöstes Lachen, sobald sie sich über ihre Ängste lustig machen können. Das Strahlen in ihren Augen, das langsam zurückkehrt, wenn sie von ihrem Baby sprechen. Die Freundschaften, die sie untereinander knüpfen und noch Jahre weiterführen werden.

Du liebst es, ein Teil davon zu sein – deine Kraft und deine eigenen Erfahrungen in das zu investieren, wo sie am meisten bewirken kann.

Ein Fehlen entdecken

Das französische Verb „engager“ bedeutet, „Verpflichten, binden, in Dienst nehmen“. Wir kennen es auch aus dem Social Media Bereich: Auf Instagram steht eine hohe Engagement-Rate dafür, auf welchem Level die Follower sozial in etwas involviert sind. Sozial bedeutet hier, als Teil einer Gemeinschaft. Es geht um die Beteiligung an etwas: Einem Projekt, einer Gruppe, der Gesellschaft als Solche. Wir belächeln solche Menschen manchmal, die, die schon in der Schule unbedingt Klassensprecher sein wollten, jetzt den Fun Run im Büro organisieren und mit der Klingeldose an jeden Schreibtisch kommen. Dann wieder freuen wir uns, wenn wir sehen, dass es Wohltätigkeitsveranstaltungen im Seniorenheim gibt, und bewundern den Lehrer, der kostenlose Nachhilfe für Versetzungsgefährdete anbietet. Warum? Weil wir diese Dinge für sinnvoll halten. Jeder ist in dieser Hinsicht von seinen eigenen Erfahrungen und Prioritäten geprägt. Wir alle haben aber das Bedürfnis danach, in den Bereichen die wir selbst als wichtig empfinden, mit unserem Tun etwas oder jemanden zu bereichern und zu verbessern. Das merken wir daran, dass wir uns darüber ärgern, dass erneut ein Jugendcafé schließt, obwohl die Jugendlichen sonst nichts weiter als eine rostige Bushaltestelle als Treffpunkt haben. Dass wir tagelang über die schwangere Kollegin nachdenken, die sich jeden Tag die Treppen hochschleppen muss, weil der Arbeitgeber keine Aufzugreparatur in Auftrag gibt. Wir bemerken ständig Probleme, die Lösungen verlangen – und oftmals ließe sich diese mit uns verwirklichen.

Ein Geben entdecken

Du überlegst dir manchmal, eine wohltätige Sache zu verfolgen, hältst das Ganze dann aber für zu kompliziert, denkst, dass es den Einsatz einer Charity-Organisation erfordert oder zumindest mehr, als du geben kannst. Das liegt daran, dass wir bei diesem Thema meist direkt an soziales Engagement denken, an Obdachlosenspeisung, Besuchsdienst und Flüchtlingsarbeit. Und natürlich ist es essentiell, dass sich Menschen in solchen und ähnlichen Bereichen besonders engagieren und es ist wundervoll, wenn du die Möglichkeit dazu hast und nutzt. Doch du musst dich, auch hier, nicht dem verschreiben, was deiner Meinung nach den höchsten Stellenwert für die gesamte Menschheit hat. Finde einen Zweck, der zu dir passt und der dir ganz persönlich am Herzen liegt. Der widerspiegelt, was dir selber widerfahren ist, ein Thema, mit dem du dich schon immer gerne auseinandergesetzt hast, oder das dich aus aktuellem Anlass beschäftigt. Etwas, wofür du keine Gegenleistung erwartest. Wenn dir der Anlass nichts weiter bedeutet, als dass er bei „Engagement“ auf Google zuerst aufgetaucht ist, wirst du dich nicht ernsthaft dafür engagieren. Denke an die bereits erwähnten Probleme, die du selbst feststellst, die du vielleicht als zu groß für dich, zu spezifisch oder nicht wichtig genug abtust. Die Gesellschaft funktioniert nur, wenn jeder einzelne seine individuellen Fähigkeiten und Neigungen einbringt, sonst wäre sie gerade so vielfältig wie Kohlsuppendiät. Theaterstücke im Gemeindesaal. Karnevalsvereine. Tennismannschaften. Metal-Chor. Alles Dinge, die eine Stadt, einen Landkreis, ein Dorf zu dem machen, was es ist. Umweltschutz, Gleichberechtigung, Krisenstäbe. Nicht jeder findet in sich die Motivation oder auch nur Kapazität, bei allem teilzunehmen, mitzuhelfen und involviert zu sein. Das Praktische ist, dass es für alle garantiert mindestens eine passende Sache gibt.

Ein Bleiben entdecken

Egal, wo du dein Engagement auslebst, es bedeutet, deine einzigartige Persönlichkeit hinaus in die Welt zu tragen und etwas davon in einen Zweck zu investieren, der größer ist als du. Einerseits klingt das unendlich selbstlos, etwas zu geben, ohne umgehenden Nutzen dafür zu erfahren. Doch durch dein Engagement verwirklichst du dich: Indem du etwas von dir hineinsteckst, hinterlässt du diesen Teil von dir in der bleibenden Veränderung, die du bewirkt hast. Dies ist die Definition von nachhaltigem Handeln auf jeder Ebene, ob sozial, ökologisch oder ökonomisch. Was du hineinsteckst? Deine Präsenz, Empathie, Neugier, Ausgeglichenheit, Zielstrebigkeit, deinen Mut, deine Leidenschaft, dein Selbstbewusstsein, deine Stärke, Dankbarkeit und Intuition. Engagement ist sozusagen das Sahnehäubchen, die Vervollkommnung all dieser Attribute, die dich ausmachen. Indem du diese entwickelst, und nicht nur für dich und die Gestaltung deines eigenen Lebens entdeckst, sondern anderweitig für positiven Wandel einsetzt und verteilst, bekommst du so viel mehr zurück – und kannst stolz auf dich sein.

Übrigens:

Für Eli Perzlmaier, die Gründerin von WOMEN’S HUB, bedeutet Engagement persönlichen Einsatz. Dabei ist ihr der Aspekt der Persönlichkeit besonders wichtig. Denn wenn das, was man tut, in einem selbst begründet ist, bekommt das eigene Wirken eine ganz andere Kraft. In der Frauen- Community WOMEN’S HUB geht es darum, in der Gemeinschaft über sich hinauszuwachsen – dieses Unternehmen ist die Ausformung von Elis persönlichem Einsatz. Im Webinar erzählt sie dir mehr von sich und ihrem einzigartigen Projekt!

Elis Websites:
www.womenshub.de
www.sagdochwerdubist.de

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