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oder Wie du den Torhüter namens Risiko in die Westentasche steckst

Du läufst über die nächtliche Kreuzung. Die Hitze des Tages liegt noch in der Abendluft, deine Sportschuhe tragen dich lautlos über den Asphalt. An Hansis Büdchen an der nächsten Straßenecke nimmst du Gestalten wahr, du kommst näher, es sind drei Jugendliche, Kapuzenpullis, die das Gesicht verdecken. Der eine hockt auf dem Boden und hebelt mit einer langen Eisenstange den Rolladen des Kiosk hoch, der zweite hält die Taschenlampe, der dritte dreht einen Baseballschläger zwischen den Händen, sein Kopf zuckt nervös nach links und rechts. Noch hat er dich nicht gesehen. Dein Herzschlag pulsiert in deinen Ohren und die Luft bleibt dir weg. Wie angewurzelt stehst du auf dem Bürgersteig. 110, schießt es dir durch den Kopf, doch das Rollo ist schon fast ganz oben, der erste Jugendliche schiebt sich darunter hindurch, und was, wenn sie dich telefonieren hören? Zentimeter für Zentimeter bewegst du dich rückwärts, bis der Schatten der Häuserzeile dich verschluckt. Dann drehst du dich herum und rennst so schnell du kannst.

Mut ist eine vielbesungene Eigenschaft. Man kann sich darüber streiten, ob du in dieser Situation mutiger hättest sein müssen, oder ob der Baseballschläger aus Mut eine Dummheit gemacht hätte. Tatsache ist, dass für uns Mut oftmals der Zivilcourage gleichkommt, dem Einsatz für die Schwachen, dem Aufbegehren, der Rebellion gegen die Bösewichte auf dem Schulhof. Wir denken, mutig ist, wer sich trotz der überaus greifbaren Risiken ins Abenteuer stürzt und dabei edlen und reinen Herzens ist. Doch was bedeutet Mut im Alltag? Abseits der dunklen Gassen und bösen Drachen? Bist du vielleicht mutiger, als du denkst?

Kämpfen ohne Blutvergießen

„Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern vielmehr die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als Angst.“ Manch einer kennt es von Eleanor Roosevelt, manch einer aus dem Film „Plötzlich Prinzessin“. Das muss man sich erst einmal vor Augen halten: Du musst nicht vollkommen angstfrei und kaltblütig sein, um Mut zu haben. Im Gegenteil, wer keine Angst hat, kann nicht einschätzen, welche Situation es erfordert und welcher Einsatz es wert ist, sich dafür zu überwinden. Angst ist essentiell für unser Überleben. Ohne Angst vor dem Volleyball, hättest du vielleicht bessere Noten, dafür aber auch eine gebrochene Nase aus dem siebten Schuljahr davongetragen. Ohne Angst vor einem Fallschirmsprung, würdest du die nötigen Sicherheitsvorkehrungen wahrscheinlich ignorieren und dich mit nichts als einem aufgespannten Regenschirm aus dem Helikopter stürzen.

Sowieso kommt Mut eher selten in Zusammenhang mit einer tatsächlichen physischen Konfrontation vor. Klippenspringen und Faustschlägereien gehören für die meisten von uns nicht ins tägliche Leben. Doch wir alle kämpfen auf unsere Weise für oder gegen etwas. Das kann eben die Angst sein, die sich stets als erste Priorität in unser Bewusstsein drängen möchte. Mut ist eine ständige Auseinandersetzung mit den eigenen Ängsten, bei denen du manchmal zu dem Schluss kommen wirst, dass dir dein Ziel, Wunsch oder deine Aufgabe wichtiger ist, als die Sicherheit, die ein ängstliches Ablehnen, Unterlassen oder Verschieben dir bietet. Vielleicht kämpfst du auch nicht nur gegen die Angst an sich, sondern einen Druck von außen. Jemand traut dir eine Fähigkeit oder ein Vorhaben nicht zu, und du kommst nicht dagegen an, da dir die Schande des Scheiterns stets vor Augen steht. Du vergleichst dich bereits mit anderen, die vor dir da waren, und siehst nur noch die Möglichkeit, es schlechter zu machen. Du traust dich einfach nicht, für das einzustehen, was du willst, denn damit machst du dich emotional verletzlich. Es ist überraschend, da heutzutage jeder so tut, als sei die Offenheit der Gefühlswelt das neue Normal, wohingegen ein klassisches blaues Auge als Staatsaffäre betrachtet wird, doch tief in uns drin wissen wir immer noch: Haut verheilt, aber Risse im Inneren können nur mit viel Arbeit gekittet werden.

Vorpreschen für die Veränderung

Das soll nicht heißen, dass du doch lieber auf die verführerische Angst hören solltest. Du solltest sie nur anerkennen, ihren Standpunkt verstehen, und dann informiert die beste Entscheidung für dich selbst treffen. Das ist oftmals der Mut! Ohne Mut gibt es keine Veränderung. Wenn du tolle Ideen für die Umstrukturierung der Abteilung hast, und diese niemals ansprichst, weil du nicht weißt, wie der Chef auf den Vorschlag von rosa Wandfarbe reagieren wird, wird die Wand für immer und ewig grau bleiben. Manchmal hat einfach niemand anders so einen genialen Gedanken wie du. Das ist kein Aufruf zum Narzissmus, das ist nunmal so – schließlich gibt es immer jemanden mit der fantastischen Eingebung. Wir denken nur, es sei so rar, weil du nicht merkst, dass diesmal du selbst an der Reihe bist. Wenn du den Traum von einer Gesangskarriere hegst, aber den Mut nicht findest, vor Fremden zu singen, wirst du dich damit abfinden müssen, dass dieser Traum nicht auf magische Art und Weise wahr wird. Außer, du entscheidest, dass in diesem Fall das Ergebnis wichtiger ist, als deine Angst vor Blamage. So einfach ist es – und so schwer zugleich, denn diese Entscheidung kann dir niemand abnehmen.

Das Risiko baut sich immer wie ein von der Angst gesandter Torhüter groß vor dir auf. Aber du kannst es austricksen, indem du lernst, was du tun kannst, um jeden seiner Schläge abzuwehren. Die Unternehmensgründung könnte sich bei einem Scheitern auf deine persönlichen Finanzanlagen auswirken; dagegen kannst du Sicherheitsvorkehrungen treffen. Die Leute im Karaoke-Club könnten über dich lachen; du kannst üben und vor Freunden eine Generalprobe veranstalten, die dir ehrlich sagen, wenn du die Fensterscheibe sprengst. Vorsichtsmaßnahmen können das Risiko vielleicht nicht komplett ausmerzen, aber immerhin so weit schrumpfen, dass du den Torhüter in die Westentasche stecken und mitnehmen kannst, während du mutig voranschreitest.

Einsatz durchs Weitersagen

Du musst dich nicht in einen Banküberfall stürzen, den Fehler des Kollegen auf dich nehmen oder dich bei einem Verdacht auf Vergiftung als Vorkoster anbieten, um deinen Mut für die Schwächeren einzusetzen. Man kann sich schließlich auch nicht darauf verlassen, dass es immer jemanden gibt, der sich vor die Kugel wirft, nur weil man selbst beschlossen hat, einer der Schwächeren zu sein. Du wirst vielmehr zum edlen Ritter, indem du all die Erkenntnisse, die du durch Erfahrungen und Selbstreflektion sammelst, an jemanden weitergibst, dem es vor all den Dingen graut, die du schon durchlebt hast. Ob du dabei unversehrt bliebst, was du anders machen würdest, aber dass es sich in den meisten Fällen lohnt, sich für den Mut zu entscheiden. Nur vielleicht nicht nachts, alleine auf einer verlassenen Kreuzung.

Übrigens:

Manuel Cortez ist als Schauspieler bekannt, beschäftigt sich aber außerdem als Hypnosetherapeut intensiv mit dem Thema Angst. Natürlich weiß er so auch um die Besonderheiten des Themas Mut. Von seinen eigenen Erfahrungen im Licht der Öffentlichkeit und den wichtigen Erkenntnissen hinsichtlich des Mutes erzählt er dir exklusiv in unserem Webinar.

Manuels Seite: https://www.freigeist-hypnose.de/

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