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oder Wie die Legosteine des Alltags dein Leben erhellen

Du arbeitest dich mit letzter Kraft durch die schwerfällige Drehtür. Warme Café-Luft umfängt dich, von deinem zusammengeklappten Regenschirm perlen Regentropfen ab und verlaufen zu dunklen Flecken auf dem cremefarbenen Teppich. Eine Kellnerin weicht dir mit Geschick und klapperndem Geschirrtablett aus , als du dich aus deinem nassen Filzmantel schälst und dich dabei umsiehst. Dein bester Freund sitzt bereits an eurem Ecktisch und winkt dir viel zu fröhlich zu. Du lässt dich in die Eckbank fallen und beginnst ohne Umschweife mit der Schilderung deines grauenvollen Tages. Frisur im Regen aufgelöst, das andere Team bekommt den Zuschlag, dein Lieblings-Sandwich war ausverkauft, ein dicker Mann parkt auf dem Frauenparkplatz, deine Freundin hat schon wieder für morgen Abend abgesagt. Du bist vom Pech verfolgt, niemand hält zu dir, nie bekommst du Anerkennung, dabei strengst du dich so sehr an.

Dein bester Freund legt den Kopf schief und guckt dich lange an. Wartet, bis du den ersten Schluck von deinem Cappuccino nimmst und laut aufseufzt. Was ist eigentlich dein verdammtes Problem, fragt er. Du blickst überrascht auf. Naja, sagt er, du bist gesund, du hast einen guten Job, deine Haare legen sich auf natürliche Art in Locken, du kannst die gesparten Kalorien vom Mittagessen in einen Muffin investieren und er freut sich immer total, dich zu sehen – ist das gar nichts wert? Gedankenverloren lässt du den Löffel in der Tasse klimpern. Doch, natürlich. Das sind alles gute Sachen. Aber…es gibt halt immer ein „aber“. Du weißt gar nicht, wann du das letzte Mal nur über die positiven Dinge in deinem Leben nachgedacht hast, ohne dir zu überlegen, was dir darin noch fehlt.

Dankbarkeit. Wann hast du das letzte Mal an diese Sache gedacht? Also nicht im Zusammenhang mit dem „bitte, danke, gerne“ an der Supermarktkasse oder wenn die IT deinen Rechner neu startet. Sondern ganz konkret daran, dankbar zu sein. Dieses Gefühl zu erforschen. Das ist längst nicht mehr Teil unseres Alltags, so wie im Mittelalter, als die Gesellschaft viel mehr von der Kirche und ihren Ritualen geprägt war. Damals war es fast schon lästerlich, sich nicht unbedingt von jedem einzelnen Ereignis, sei es gut oder schlecht, gesegnet zu fühlen und regelmäßig im Gebet dafür zu danken. Heutzutage vergessen wir manchmal, dass Dankbarkeit eine richtige Eigenschaft ist und nicht nur eine Phrase.

In guten Zeiten

Dabei kann Dankbarkeit eine wahre Bereicherung sein. Dankbarkeit erdet. Dankbarkeit macht glücklich(er)! Nicht, weil jedes Erlebnis auf magische Art und Weise einen positiven Einfluss auf unser Leben hat, nur weil man sich brav dafür bedankt, sondern, weil man sich auf die tatsächlich vorhandenen positiven Dinge besinnt. Das bedeutet, sich also intensiv damit zu beschäftigen. Wir halten nicht immer an und verarbeiten bewusst die Tatsache, dass uns da gerade etwas richtig Gutes passiert, oder wie schön es eigentlich ist, dass wir mit unserem Partner zusammen leben, dass wir ein festes Einkommen haben, dass wir gesund sind und dass wir Freunde haben, die immer für uns da sind. Nicht nur, dass nichts davon selbstverständlich ist, sondern dass es unser Leben wirklich so viel reicher macht, als wenn es anders wäre. Dankbar zu sein und sich so etwas vor Augen zu führen, und seien es die banalsten Tatsachen, ist ein unmittelbarer Weg zu Glücksgefühlen. Und wenn man sich über etwas aufregt, was momentan nicht so gut läuft – was vollkommen verständlich ist – kann es einem helfen, mit der Frustration und Enttäuschung umzugehen. Nicht, weil man sich selbst zur Ordnung rufen oder gar für die negativen Emotionen schämen sollte, sondern nur, um diese ebenfalls natürlichen Empfindungen abzumildern und diesen nicht die Macht zu überlassen, den Geist und das Herz zu bestimmen.

In schlechten Zeiten

Die wenigsten Menschen springen morgens fröhlich aus dem Bett, in heller Begeisterung darüber, überhaupt aufgewacht zu sein. Kaum jemand guckt aus dem Fenster und führt einen Freudentanz auf, weil die Erde doch noch nicht von einem Meteoriten verwüstet wurde. Und es gibt wahrscheinlich niemanden, der dankbar für einen auf dem Hemd verschütteten Kaffee ist. An manchen Dingen ist nicht mehr dran, als das Offensichtliche, und das kann schon mal unerfreulich sein. Aber manchmal kann sogar eine unschöne Erfahrung Anlass zur Dankbarkeit sein. Das wahre Gesicht eines Menschen zu entdecken, bevor man sich komplett von ihm abhängig macht. Dass man doch nicht von dem Mann schwanger war, der sich als Betrüger herausstellte. Die Klippen, die man erfolgreich umschiffen konnte. Dass die Termiten im neuen Haus vor dem Gutachten entdeckt wurden.

Nach außen hin & Ganz für dich

Dankbarkeit ist außerdem eine äußerst geschätzte Eigenschaft. Nicht umsonst bedankt man sich schon bei Kleinkindern für jeden in die Hand gelegten Lego-Stein, um ihnen die Höflichkeitsformeln nahezubringen. Ein kleines „Danke“ kann den Tag eines Anderen retten. Es bringt zum Ausdruck, dass die Leistung, Handlung oder Idee des Anderen dir etwas bedeutet und gibt diesem sofort ein Gefühl der Wertschätzung. Eines der schönsten Geschenke, das man jemandem machen kann – und es geht so einfach. Versuch, dir bei jedem „Danke“ darüber im Klaren zu sein, welche Bedeutung es für dich und dein Gegenüber haben kann – auch für dich ist das jedes Mal ein positives Erlebnis.

Um dir selbst deiner Dankbarkeit bewusster zu werden und dich aktiv mit ihr auseinanderzusetzen, kannst du einem Trend folgen, dem ausnahmsweise wirklich ein sinnvoller Gedanke zugrunde liegt. Schreibe dir abends auf, wofür du an diesem Tag dankbar gewesen bist. Das kann eine einzige Sache sein, sogar der ausgebliebene Meteoriteneinschlag, aber auch der gelungene Smoothie, das handgemalte Bild deiner Tochter, der Sonnenschein direkt auf deinem Balkon. Lies es dir nach einer Woche durch – es wird dir garantiert ein gutes Gefühl verschaffen. Vielleicht denkst du ganz intensiv über Punkte nach, die sich oft wiederholen, die du sonst niemals als besondere Bereicherung genannt hättest. Erlaube dir, eine Auszeit von all deinen Anforderungen an dich selbst, Plänen für die nächsten fünf Jahre und Ärgernissen des Alltags zu nehmen, und dich an die kleinen und großen Dinge zu erinnern, die dich zum Lächeln bringen, denn Lächeln ist gesund. Das mag dein Leben nicht direkt verändern. Aber es hellt die verregneten Tage auf.

Übrigens:

Als Unternehmerin, Autorin und Dozentin hat Business Women’s Society Gründerin Saina Bayatpour viele Projekte und Leidenschaften und kennt sich mit Erfolgsdruck aus. Sie hat gelernt, dass der Schlüssel zur Zufriedenheit in einem selbst liegt – in der eigenen Dankbarkeit. Wie sie zu dieser zurück gefunden und sich die Fülle in ihr Leben geholt hat, und wie du dasselbe schaffen kannst, erklärt sie dir in unserem Webinar.

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