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oder Wie dein Bauch dich von Gebirgspfaden weg zu deinem Vorteil führt

Du stehst im Supermarkt und steuerst auf die Kassen zu. Alle drei sind geöffnet, die erste zieht eine Schlange bis zu den ersten Regalreihen hinter sich, in der zweiten stehen zwei Familien mit auf Großmarktniveau gefüllten Wagen, bei der dritten geht es flüssig und zackig voran. Du stellst dich an die zweite. Einen Augenblick später knallt die Kassiererin an Kasse drei ein Schild aufs Band, „Geschlossen“, steht auf und verlässt ihren Platz. Auf dem Nachhauseweg fährst du über die Landstraße, heute hast du Lust darauf, die untergehende Sonne taucht die Felder in ein romantisches Birnenlicht. Die Verkehrsnachrichten im Radio unterbrechen deine Abba-CD, „Unfall auf der A4, Verletzte“, deine übliche Route. Zuhause schaust du dir die Notizen für die morgige Präsentation an. Drei Wochen arbeitet du nun an den Vorschlägen, die Designs hast du bereits fünfmal angepasst, die Folien sind fehlerfrei, du hast sogar dramatisch fächernde Übergänge eingebaut. Du legst die Ausdrucke vor dir auf dem Teppich aus und starrst lange darauf. Dann sammelst du sie ein, stapelst alles fein säuberlich aufeinander, und schmeißt sie in den Müll. Setzt dich an den Rechner und hältst die übersprudelnden Ideen fest. Am nächsten Tag klopft dir dein Chef anerkennend auf die Schulter, als du den Beamer abbaust.

Ein plötzlicher Schrittwechsel, eine ungewohnte Abfahrt, die Gewissheit, dass Veränderung nötig ist. Du kannst es nicht erklären, die Umstände erfordern es nicht, am Morgen war dir nicht klar, was du am Abend tun würdest. Wenn du es benennen müsstest, würdest du sagen, ein unbestimmtes Gefühl, ein sanfter Drang, ein nicht mehr aus dem Kopf zu kriegender Gedanke, und du kannst gar nicht darüber nachdenken, dem Ganzen etwa nicht nachzugeben. Für eine Sekunde existiert nur diese einzige Option. Du handelst intuitiv.

Wer befiehlt dir, was du tust? Für manche Menschen ist es immer die Vernunft. Die abwägt, welchen Kosten und Nutzen eine Handlung hat, die Ergebnisse gegeneinander aufrechnet und dir dann die günstigste Alternative präsentiert. Doch manchmal ist es auch die Intuition. Es gibt Leute, die diese für Quatsch halten. Denen mystische Eingebungen und ominöse Vorahnungen suspekt sind und für die eine innere Stimme immer ein Zeichen für geistige Verwirrung ist. Diejenigen, die nach einem geglückten Risiko immer „Zufall“  rufen und prinzipiell an nichts glauben, was man nicht in eine Tabelle eintragen kann. Aber Intuition hat viele Namen…

Anerkennung

Jeder kennt Situationen, in denen man einfach „aus dem Bauch heraus“ entscheidet. Verantwortlich für diesen Begriff zeichnen diese Abende, an denen du es erst um 21 Uhr in den Supermarkt schaffst, mit dem Magen in den Kniekehlen und großen Augen. Nichts von dem, was du in deinen Korb wirfst, passt zusammen, enthält notwendige Nährstoffe oder wird länger als 24 Stunden unverzehrt bleiben, denn alles davon soll möglichst schnell in deinem Bauch landen. Du hast dich also von einem starken Gefühl leiten lassen, was nicht unbedingt etwas mit Logik zu tun hat, dir aber trotzdem total plausibel erscheint und für dich in dem Moment zwingend ist. Auch in Ernährungs-unabhängigen Situationen erleben wir häufig ein gutes oder schlechtes Bauchgefühl. Wenn wir den unbefestigten Gebirgspfad als Abkürzung nehmen, ist der Magen flau. Wenn wir den Studenten einstellen, um die Kasse zur Bank zu tragen, und wir einfach wissen, dass er damit nicht abhaut. Die Intuition ist eine Summe aus Instinkten, Vorwissen, Erfahrungen und allem, was sonst noch in uns steckt. Oftmals findet der Prozess, all diese Dinge zusammenzuzählen und die Situation dementsprechend einzuordnen, nur in unserem Unterbewusstsein statt. Das Einzige, was wir mitbekommen, ist das Signal in unserem Gehirn, das den Entscheidungsknopf drückt.

Vorteilsziehung

Intuition hat zum Ziel, dich bei Wegzweigungen in die Richtung zu führen, die dir rückblickend betrachtet einen Vorteil verschafft. Die Krux ist, dass diese Erkenntnis eben erst eintreten kann, nachdem man den Weg eingeschlagen hat und möglicherweise auch dann nicht sofort. Für Menschen, die ausschließlich nach bewussten Situationsanalysen handeln, ist immer die offensichtliche Lage ausschlaggebend. Die kürzeste Schlange an der Kasse, der schnellste Weg nach Hause, die durchdachte und vom Chef abgesegnete Präsentation. Das ist meist auch erfolgreich, nicht immer führt das zu unvorhergesehenen Problemen. Trotzdem lohnt es sich, auch mal eine andere Form der Entscheidungsfindung auszuprobieren. Durch intuitives Handeln findet man meist etwas, das man sucht, ob man nun von seiner Suche oder seinem Bedürfnis danach wusste oder nicht. Den Seelenverwandten bei einem spontanen Trip zur Post, für den man sich ausnahmsweise sogar die Haare gekämmt hat. Die verlassene Hütte im Wald bei einem Spaziergang in die andere Richtung, die sich perfekt als Ladenlokal für Tierfutter eignet, deine nächste Geschäftsidee.

Loslassen

Intuition ist außerdem eng verknüpft mit der bereits vorgestellten Empathie. Denn auch im Umgang mit anderen verlässt man sich manchmal am besten darauf. Mithilfe deiner emphatischen Fähigkeiten kannst du dich auf die Bedürfnisse des Anderen einstellen, zum Beispiel wenn du jemanden tröstest. Deinem Gehirn wird signalisiert, wie du nun angemessen reagierst: Intuitiv nimmst du seine Hand, anstatt ihn zu umarmen, weil dir auf einmal klar ist, dass ihm gerade das nun gut tut. Das kannst du nicht erklären – Umarmungen sind nicht ungewöhnlich für euch, gesellschaftlich akzeptabel, nichts spricht dagegen – aber es ist das Richtige.

Intuition ist nämlich eben nicht abhängig von dem bloßen Sinn und Zweck einer Handlung, der Logik der Situation oder irgendeinem anderen rationalen Faktor. Intuition ist ein unbeschreiblicher Impuls. Wenn du sie nicht sowieso schon einsetzt, findest du sie am ehesten dadurch, gezielt deinen üblichen Entscheidungsprozess zu überdenken. Genauer gesagt, diesen zu streichen. Übe, dir mal absolut keine analytischen Gedanken über das Für und Wider deines Tuns zu machen, und versuche darauf zu hören, was dir als Erstes in den Sinn kommt und dort stecken bleibt. Natürlich zunächst am Besten in einer angemessenen Lage, nicht unbedingt bei der Rede vor dem Vorstandsausschuss in fünf Minuten. Nimm vielleicht zuerst die andere Kassenschlange.

Übrigens:

„Traue Dich, Deiner Intuition zu vertrauen!“, das sagt Ute Schaeberle. Die Vorständin der Michl-Group, Trainerin und Coach beschäftigte sich über ihre berufliche Laufbahn hinweg viel mit der Kommunikation. Diese zu verbessern funktioniert ihrer Meinung nach über ein besseres Verständnis füreinander. Dazu braucht es nicht nur unseren Verstand und theoretisches Wissen, sondern vor allem Empathie, ein breites Erfahrungswissen und eben Intuition. Je mehr Raum Ute ihr in ihrem Leben gegeben hat, desto mehr positive Erfahrungen hat sie mit ihr gemacht. In unserem Webinar erzählt sie dir davon, und führt dich außerdem auf eine kleine Reise in dein Innerstes, um dich zu deiner eigenen Intuition finden zu lassen.

Utes Literaturempfehlungen zum Thema:

Antonio Damasio: „Descartes Irrtum. Fühlen, Denken und das menschliche Gehirn“
Bas Kast: „Wie der Bauch dem Kopf beim Denken hilft“
Maja Storch: „Das Geheimnis kluger Entscheidungen. Von Somatischen Markern, Bauchgefühl und Überzeugungskraft“
Christa Koslitz:“ Der Zugang zu inneren Stimme“

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